Praxisreinigung nach RKI-Richtlinien: Die Checkliste für München
Eine saubere Arztpraxis ist mehr als nur Optik. Sie ist gesetzliche Pflicht und Patientenschutz. In diesem Artikel erklären wir die strengen RKI-Richtlinien (Robert Koch-Institut) für die Praxisreinigung und warum eine reguläre Unterhaltsreinigung dafür oft nicht ausreicht.

Inhaltsverzeichnis
Warum Praxisreinigung anders ist
Während im normalen Büro "besenrein" und "staubfrei" oft genügen, geht es in medizinischen Einrichtungen um die aktive Unterbrechung von Infektionsketten. Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) geben strenge Rahmenbedingungen für die Flächenreinigung und Desinfektion vor.
Häufigste Fehler bei der Praxisreinigung
- 1.
Falsche Reiniger: Verwendung von Standard-Allzweckreinigern statt gelisteter VAH-Desinfektionsmittel.
- 2.
Kreuzkontamination: Das gleiche Wischtuch wird für Behandlungsräume und das Wartezimmer verwendet (Fehlendes 4-Farb-System).
- 3.
Unterdosierung: Das Desinfektionsmittel wird zu gering dosiert, weshalb die mikrobiologische Wirksamkeit nicht eintritt.
Das 4-Farb-System als Goldstandard
Eine Firma für professionelle Praxisreinigung schult ihr Personal im 4-Farb-System. Dies trennt die mikrobiologischen Belastungszonen optisch und physisch voneinander.
Rot
Urinierbereich, WC-Becken & Urinale.
Gelb
Sanitärbereich, Waschbecken, Kacheln.
Blau
Inventar in Wartezimmer & Empfang.
Grün
Spezielle Behandlungsräume (z.B. OP).
Wischdesinfektion vs. Sprühdesinfektion
Das RKI empfiehlt aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Wirksamkeit primär die Wischdesinfektion. Bei der Sprühdesinfektion werden oft Aerosole eingeatmet und Flächen nicht gleichmäßig (Schattenzonen) benetzt. Eine geschulte Reinigungskraft für medizinische Räume arbeitet mit vorgetränkten Einwegtüchern (scheuerwischend) oder genormten Dosieranlagen.
Zertifizierte Praxisreinigung in München gesucht?
Vertrauen Sie auf geschultes Stammpersonal und lückenlose Dokumentation nach Vorgaben des RKI & der VAH.